Dienstag, 14. Dezember 2010

Airport Weeze – 25% Passagierrückgang in 2011 durch Luftverkehrssteuer

Nach der Ankündigung der irischen Lowcost – Airline Ryanair am Airport Weeze im kommenden Sommer 13 Flugverbindungen zu streichen, rechnet der Flughafen im kommenden Jahr mit einem Rückgang seiner Passagierzahlen in Höhe von 25%. Damit werden rund 700.000 Fluggäste weniger in Weeze starten und landen.



Der drittgrößte Flughafen in Nordrhein – Westfalen ist wegen seiner grenznahen Lage zu den Niederlanden und seinem Angebotsschwerpunkt im preissensiblen Low-Cost – Segment in besonderem Maße von der Einführung der Luftverkehrssteuer betroffen. Auf die negativen Auswirkungen einer Luftverkehrsteuer auf die Arbeitsplätze und die Verkehrs- und Geschäftsentwicklung des privatwirtschaftlich geführten Airports hatte die Flughafengeschäftsführung bereits frühzeitig hingewiesen.

Flughafenchef Ludger van Bebber: Nationaler Alleingang schadet dem Luftverkehrsstandort Deutschland

Flughafenchef Ludger van Bebber: „Wir haben vor der Einführung der Luftverkehrssteuer im Rahmen des Gesetzentwurfes deutlich vor den negativen Konsequenzen gewarnt. Das Beispiel in den Niederlanden hatte bereits gezeigt, dass eine nationalstaatliche Einführung einer Luftverkehrssteuer nicht funktioniert. Deshalb wurde die Steuer dort auch nach nur einem Jahr Mitte 2009 bereits wieder abgeschafft. Entgegen der Einschätzung der Bundesregierung wird es nun einen deutlichen Verlust von Arbeitsplätzen und einen schweren wirtschaftlichen Schaden für den Flughafen geben.“

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