Mittwoch, 29. Dezember 2010

Düsseldorf International: Eine Million Passagiere mehr in 2010

Der Düsseldorfer Flughafen wird das Verkehrsjahr 2010 mit einem neuen Passagierrekord abschließen. Rund 18.981.000 Fluggäste nutzten in dem ablaufenden Jahr den größten Airport NRWs – etwa 206.500 Flugzeuge starteten und landeten 2010 in Düsseldorf. Dies entspricht einem deutlichen Plus von 6,7 Prozent bei den Passagierzahlen und 0,6 Prozent bei den Flugbewegungen im Vergleich zum Vorjahr. „Mit einem Zuwachs von über einer Million Passagieren erreichen wir ein hervorragendes Verkehrsergebnis und einen neuen Spitzenwert in der Geschichte des Düsseldorfer Flughafens“, betont Christoph Blume, Sprecher der Flughafengeschäftsführung. Im Vergleich zu 2009 ist der Düsseldorfer Flughafen damit 2010 in absoluten Zahlen stärker gewachsen als jeder andere Airport in NRW.


Trotz des harten Winters, der Aschewolke oder zahlreicher Streiks innerhalb Europas hat sich der deutliche Wachstumstrend am Düsseldorfer Flughafen, der Mitte 2009 begonnen hatte, fortgesetzt. 2010 konnte der Düsseldorfer Airport seine führende Position in NRW mit einem Marktanteil von 53 Prozent bei den Passagieren weiter deutlich ausbauen. Auch die Passagier-Marktanteile in Deutschland konnte der Flughafen um 0,2 Prozentpunkte oder 1,7 Prozent (auf knapp zehn Prozent) steigern.

Vor allem die Drehkreuz-Strategie mit Lufthansa, Air Berlin und deren Netzwerkpartnern zahlte sich weiterhin aus. So wuchs das Umsteigervolumen in Düsseldorf im fünften Jahr in Folge, bereits jeder zehnte Passagier in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ist mittlerweile Umsteiger. „Diese Entwicklung stabilisiert nachhaltig das gesamte Streckennetz in Düsseldorf und fördert darüber hinaus erheblich den Langstreckenverkehr“, betont Christoph Blume. So bietet Düsseldorf International den Fluggästen bereits mehr Interkontinentalflüge an als alle anderen deutschen Verkehrsflughäfen zusammen, ausgenommen der Drehkreuze Frankfurt und München.

Generell sind die Fluggesellschaften in diesem Jahr ab Düsseldorf deutlich effizienter unterwegs. Die Airlines weisen eine höhere Auslastung ihrer Flugzeuge vor als in den Vorjahren und setzen größeres Fluggerät ein. Das positive Ergebnis: ein deutliches Passagierwachstum bei annähernd konstanten Flugbewegungen.

Neue Ziele, neue Airlines, mehr Kapazität

Der Flugplan ab Düsseldorf konnte 2010 um zahlreiche neue Ziele und Airlines ergänzt werden. Die Fluggesellschaft Air Berlin startete beispielsweise im Laufe des Jahres 2010 sieben neue Strecken (zum Beispiel nach Tel Aviv und San Francisco), die Lufthansa nahm sechs neue Europaverbindungen (zum Beispiel Lissabon oder Edinburgh) auf. Auch Richtung Asien und Nordamerika wurden mehr Kapazitäten geschaffen. So setzt die Airline Emirates auf ihrer Mittagsverbindung zum Drehkreuz Dubai jetzt größere Flugzeuge ein (Boeing 777 statt A330), Delta fliegt derzeit erstmals auch in der Wintersaison das nordamerikanische Luftverkehrsdrehkreuz Atlanta täglich an.

Auch in Deutschland und im europäischen Ausland gibt es neue Ziele ab Düsseldorf: Die Airline EasyJet erweiterte ihr Engagement in Düsseldorf mit je einem täglichen Flug nach London (LGW) und Rom, Air France fliegt seit diesem Jahr täglich nach Toulouse (bis 26. Februar täglich außer Samstag), Orenair erweiterte das Streckenportfolio nach Russland durch die Aufnahme von wöchentlichen Verbindungen nach Omsk, Orenburg und Chelyabinsk. Die Fluggesellschaft InterSky bietet täglich bis zu zwei Verbindungen nach Friedrichshafen an.

Mehr Service und verbesserte Infrastruktur

Ein großer Standortvorteil des Düsseldorfer Flughafens ist die gelungene Verknüpfung von Luft- und Schienenverkehr, die mit dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn im Dezember eine weitere Aufwertung erfahren hat. Mehr als 390 Züge fahren den Airport täglich an. Der Flughafen Düsseldorf ist damit von mehr als 150 Bahnhöfen ohne Umsteigen im regelmäßigen Taktverkehr erreichbar. Neu ist eine zusätzliche stündliche Verbindung mit dem Regionalexpress RE2 ins nördliche Ruhrgebiet und ins Münsterland.

Auch in Sachen Service hat sich in diesem Jahr wieder einiges getan. So ist beispielsweise der erweiterte Parkservice über das Internet sehr gut angenommen worden: 88.000 Parkplätze wurden 2010 online reserviert. Das erfolgreiche Parkangebot „Holiday Special“ mit günstigen Preisen für Urlauber schon ab 39 Euro pro Woche, das es seit 2008 gibt, wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt. Dabei sind diese Langzeit-SparTarife noch attraktiver, denn sie gelten jeweils noch einen Tag länger bei unveränderten Preisen (eine Woche: 39 Euro, zwei Wochen: 49 Euro, drei Wochen 59 Euro).

Neues Gastronomie-Konzept

In diesem Jahr hat der Airport zudem sein Gastronomie-Konzept fertig gestellt. Es umfasst neun Outlets im öffentlichen Bereich des Terminals sowie des Flugsteigs C. Mit dem neuen Modell agiert der Airport nicht als Verwalter, sondern als Gestalter und Unternehmer. Als Investor und Eigentümer kann er über einen Managementvertrag Bereiche wie Angebot, Qualität, Preisgestaltung, Service und Konzept aktiv mitgestalten. Betreiber der neuen Gastronomieeinheiten ist die Schweizer Restaurantkette Marché International. Zwei weitere neue Restaurants – beide betrieben von der Flughafen-Restaurant Stockheim GmbH & Co. KG – verstärken das Gastronomieangebot des Airports.

Bauprojekte am Flughafen

Ein Infrastrukturprojekt, das in diesem Jahr fortgesetzt wurde, ist die Schaffung von Ersatzflächen für verloren gegangene und zukünftig wegfallende Abstellpositionen für Flugzeuge. Im April 2008 waren durch den Bau der Flugzeughalle 7 im östlichen Bereich des Vorfeldes Abstellpositionen für Flugzeuge verloren gegangen. Umpositionierungen von Großraumflugzeugen und Frachtmaschinen wurden und werden zusätzlich erforderlich. Zudem berücksichtigt das Projekt den geplanten Bau eines weiteren Hangars, der Halle 11. Für insgesamt 14 Abstellpositionen soll somit im westlichen Vorfeldbereich Ersatz im Verhältnis 1:1 geschaffen werden. Für die Bauabschnitte 2 und 3 des Projektes „Ersatzfläche Vorfeld West“ läuft gerade das Planfeststellungsverfahren.

Zudem hat der Flughafen den Umbau des Flugsteigs C in diesem Jahr abschließen können.

Businesspark Airport City weiter im Aufwind

Die Düsseldorf Airport City hatte auch in diesem Jahr wieder jede Menge Rückenwind. Der erste Bauabschnitt mit mehr als einem Drittel der Gesamtfläche des Immobilienparks ist bereits realisiert. Die Anzahl an hochwertigen Mietern in der Airport City wächst weiterhin stetig. So hat die Siemens AG im Herbst ihre Niederlassung in den Business-Park am Flughafen verlegt, und der Küchenmöbelhersteller ALNO AG konnte seine neue Hauptverwaltung im Airport Office I eröffnen. Ein weiterer neuer Mieter wird im Frühjahr die Gea Group AG, ein Bochumer Systemanbieter für die Erzeugung von Nahrungsmitteln und Energie, der seine Konzernverwaltung in den Businesspark verlegt.

Jobmotor Flughafen

Das steigende Passagieraufkommen spiegelt sich auch in der Zahl der Arbeitsplätze wider. Am Standort Flughafen arbeiten insgesamt rund 18.200 Menschen – mehr als je zuvor. Im Jahr 2009 waren es noch 17.500 gewesen. Damit sind am Airport innerhalb eines Jahres pro Woche durchschnittlich 14 neue Jobs entstanden. Dies ist das Ergebnis der jüngsten Arbeitsstättenerhebung, die das Institut für Handelsforschung GmbH im Auftrag der Flughafengesellschaft durchgeführt hat. „Die aktuelle Untersuchung des IfH beweist erneut, dass der Flughafen als größte Arbeitsstätte Düsseldorfs erhebliche Beschäftigungsimpulse für ganz NRW gibt“, betont Christoph Blume.

Ausblick 2011

Der Düsseldorfer Airport startet mit Optimismus in das kommende Jahr – trotz der Flugausfälle wegen des frühen und harten Winteranfangs. „Düsseldorf International ist auf einem hervorragenden Kurs, und wir werden unsere Marktposition weiter ausbauen“, so Blume. „Unser Geschäftsmodell setzt weiterhin auf qualitatives und nachhaltiges Wachstum mit einem Mix aus internationalen Netzcarriern sowie ausgewählten Low-Cost-Angeboten.“

Für den Flugplan gibt es bereits eine ganze Reihe positiver Signale. Ein echtes Highlight: Air China wird Düsseldorf nonstop mit Peking verbinden. Die Fluggesellschaft, Mitglied der Star Alliance, startet ab dem 27. März dreimal in der Woche – dienstags, freitags und sonntags – mit einem Airbus A330-200 in die chinesische Hauptstadt. Ab dem 23. Juni kommt ein vierter wöchentlicher Flug dazu, der donnerstags stattfindet. Die neue Verbindung nach Asien ist für Geschäftsreisende und Touristen gleichermaßen attraktiv und bedeutet für das Luftverkehrsdrehkreuz Düsseldorf International eine weitere Qualitätssteigerung.

Darüber hinaus bauen Fluggesellschaften ihre Fernstrecken ab Düsseldorf aus und stärken das Drehkreuz Düsseldorf weiter. Lufthansa wird beispielsweise auf ihren Bestandsstrecken ihre Frequenzen erhöhen und größere Fluggeräte einsetzen. Air Berlin wird ihre Strecke nach New York ganzjährig bedienen und die Codeshareflüge mit den Oneworld-Allianz-Partnern Finnair und American Airlines ausweiten. Zudem vergrößert Air Berlin ihr Italien-Programm mit täglichen Flügen nach Verona und drei wöchentlichen Verbindungen nach Bari und Olbia.

Mit der portugiesischen TAP wird Düsseldorf eine weitere neue Fluggesellschaft begrüßen können. Ab dem 28. März und somit pünktlich zum Beginn des Sommerflugplans verbindet die Fluggesellschaft, die Mitglied der Star Alliance ist, Düsseldorf International fünfmal wöchentlich mit Lissabon. Die Passagiere von Deutschlands drittem Luftverkehrsdrehkreuz profitieren durch die Verbindung gleichzeitig auch von einer verbesserten Anbindung an Brasilien und Lateinamerika.

Unterstützung durch die Politik gefordert

An die Landespolitik appelliert Christoph Blume, der Bedeutung des Luftverkehrs für NRW als dem führenden deutschen Industriestandort Rechnung zu tragen. „Der Schlüssel für die Zukunft von NRW ist die internationale Erreichbarkeit des Landes. Der Flughafen Düsseldorf ist in der Lage und dazu bereit, weitere entsprechende Interkontinentalverbindungen zu den wichtigsten Wirtschaftsräumen der Welt aufzubauen. Eine Unterstützung dieser Ziele durch die Landesregierung wäre hilfreich und willkommen“, betont Blume.

In Richtung Bundespolitik unterstrich er, dass die Einführung der Luftverkehrssteuer die gesamte Branche schwer belaste. „Es ist absolut unverständlich, warum die Luftverkehrsbranche, die sich zu hundert Prozent selbst finanziert, nun als einziger Verkehrsträger mit einer Zusatzabgabe zur Kasse gebeten werden soll. Bei dieser deutschen Insellösung ist zu befürchten, dass jährlich etwa sechs Millionen Passagiere weniger die deutschen Flughäfen nutzen und rund 5.000 Arbeitsplätze wegfallen“, so Blume.

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