Samstag, 28. Mai 2011

Flughafen Berlin-Schönefeld (SXF): Kollision von Flugzeug und Tankwagen als Großübung

Am Flughafen Berlin-Schönefeld fand eine große Notfallübung statt. Dabei wurde die Kollision zwischen einem Flugzeug und einem Tankwagen simuliert. Insgesamt waren rund 100 Fahrzeuge und 650 beteiligte Kräfte vor Ort. Bild: Günter Wicker/LigaturDas ist etwas, das sich niemand wünscht: An einem großen Verkehrsflughafen prallt ein Flugzeug gegen einen Tankwagen. Die Folgen wären katastrophal. Um so wichtiger, dass die Retter optimal zusammenarbeiten. Das wurde jetzt auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld geprobt. Ziel der Notfallübung war es, das Zusammenspiel aller Dienste zu üben: Beteiligt waren unter anderem die Bundes- und Landespolizei, Kräfte des Landkreises, die Feuerwehr, die Johanniter-Unfall-Hilfe, Airlines und Handling-Agenten.

Das Szenario sah so aus: Auf einem Flug von München nach Hamburg gibt es einen Zwischenfall. Im Cockpit der Maschine entwickelt sich Rauch und es entsteht Brandgeruch. Das Flugzeug muss in Berlin-Schönefeld notlanden. Beim Landeanflug kommt es jedoch zu einem Flugunfall. Während des Landeanflugs - so der Plan für die Übung - kreuzt ein Tankfahrzeug die Start- und Landebahn. Es kommt zur Kollision. Der Tankwagen gerät in Brand. Das Flugzeug zerschellt und zerbricht in drei Teile.

Die Feuerwehr beginnt unmittelbar nach dem Unglück mit der Menschenrettung und der Brandbekämpfung am Luftfahrzeug. Die verletzten Passagiere werden aus dem Gefahrenbereich in umliegende Krankenhäuser gebracht, die Unverletzten werden vor Ort im Konferenzzentrum des Flughafens Schönefeld registriert und betreut. Gesteuert wird die Notfallübung – wie im Ernstfall auch – aus der Notfalleinsatzzentrale am Flughafen-Schönefeld. Diese ist durch jeweils einen Vertreter der beteiligten Dienste besetzt.

Nach Abschluss zog der Einsatzleiter vor Ort ein erstes positives Fazit: Kommunikation und Abstimmung funktionierte den Angaben der Berliner Flughäfen zufolge gut. In den nächsten Wochen gilt es die Abläufe vor Ort auszuwerten und detailliert zu analysieren. Insgesamt waren rund 100 Fahrzeuge und 650 beteiligte Kräfte vor Ort, davon 220 Feuerwehrleute, 50 Kräfte der beteiligten Rettungsdienste, 47 Kräfte der Landes- und Bundespolizei, über 60 Notfallhelfer, rund 100 Beobachter, die Mitglieder des Krisenstabs in der Notfalleinsatzzentrale und 65 Statisten.

Am Flughafen Berlin-Schönefeld fand eine große Notfallübung statt. Dabei wurde die Kollision zwischen einem Flugzeug und einem Tankwagen simuliert. Insgesamt waren rund 100 Fahrzeuge und 650 beteiligte Kräfte vor Ort. Bild: Günter Wicker/Ligatur.

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