Freitag, 29. Juli 2011

Zwischenbericht nach Air-France Absturz

Über zwei Jahre nach Absturz des Air France-Fluges AF 447 wird heute eine erste Analyse des Unfallhergangs vorgestellt. In Paris soll ein Zwischenbericht über den Unfall, bei dem alle 228 Insassen an Bord ums Leben kamen, präsentiert werden. Zeitgleich will die polnische Regierung einen Bericht über den Unfall der Präsidentenmaschine veröffentlichen.

Der Airbus A330-200 der Air France - Flug AF447 - befand sich auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris als er am 1. Juni 2009 von den Radarschirmen verschwand. Erst vor wenigen Monaten konnten nach umfangreicher Suche in weiten Teilen des Südatlantiks die Flugschreiber geborgen werden. Noch immer liegen allerdings viele Wrackteile auf dem Meeresgrund, wenn gleich viele Leichen geborgen werden konnten.

Nach Ansicht vieler Experten war die Maschine plötzlich in nur rund vier Minuten aus 11.500 Metern Höhe ins Meer gestürzt. Warum die Piloten nicht mit entsprechenden Gegenmaßnahmen auf den Strömungsabriss an den Tragflächen reagierte, ist bis heute ungeklärt. Womöglich könnte der Bericht der französischen Ermittlungsbehörden heute nähere Aufschlüsse geben. Ein Airbus-Testpilot hat die Piloten bereits scharf kritisiert. In dem französischen Magazin "Le Point" heißt es, die von den Piloten erwartete Reaktionszeit bei einem Strömungsabriss liegt bei etwa 2 bis 3 Sekunden. Es habe zudem vorher mehr als 50 Sekunden lang eine entsprechende automatische Warnung gegeben, das der Airbus zu langsam fliegen könnte.

Allerdings: Diese Stall-Warnung erlischt kurz nach Abkippen des Flugzeugs - eventuell könnte dies die Piloten irritiert haben. Der Flugzeughersteller Airbus hat seinen Kunden schon nach dem erste Untersuchungsbericht mitgeteilt, das das Flugzeug einwandfrei auf die Befehle der Piloten reagiert habe, also keinerlei technische Mängel vorliegen.

Auch in Polen soll heute ein Untersuchungsbericht zu einem Flugzeugabsturz vorgelegt werden. Der Absturz der Präsidentenmaschine im russischen Smolensk hatte damals das ganze Land erschüttert, der damalige polnische Präsident Lech Kaczynski und 95 weitere Insasse kamen dabei ums Leben.

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