Dienstag, 9. Oktober 2012

Fehlendes Internet sorgt für Stress auf Reisen

Gepäckverlust und eine fehlende Verbindung ins Internet sind die größten Stressfaktoren auf Reisen. Das zeigt eine Umfrage des Beratungsunternehmens CWT Solutions Group. Für die Umfrage wurden 6.000 Geschäftsreisende von neun weltweit tätigen Unternehmen befragt. Ziel der Umfrage ist es, die durch Stress verursachten verdeckten Reisekosten aufzuzeigen und gezielt anzugehen.


Die ermittelten Ursachen für Stress lassen sich in drei Hauptkategorien einteilen: Zeitverlust, unvorhergesehene Ereignisse, z.B. verlorenes oder verspätetes Gepäck, und die durch das Reisen bedingten Beeinträchtigungen der Alltagsroutine.


Insgesamt haben die Teilnehmer der Umfrage 33 verschiedene Faktoren, die in den unterschiedlichen Etappen der Reise entstehen (von der Buchung über den Transport bis hin zum Hotelaufenthalt und der Reisekostenabrechnung) nach ihrem auslösenden Stress-Niveau beurteilt. Neben dem Verlust des Gepäcks und einer schlechten Internet-Verbindung zählen das Fliegen in der Economy Class auf Langstreckenflügen und Flugverspätungen zu den hauptsächlichen Auslösern von Stress.


Im Vergleich zu Geschäftsreisenden aus anderen Ländern reagieren deutsche Geschäftsreisende überdurchschnittlich gestresst auf Faktoren, die zu „verlorener Zeit“ führen, wie z.B. Umsteigeverbindungen oder verkehrsungünstig gelegene Hotels. Die durch Reisen verursachte Abweichung der Alltagsroutine hingegen belastet die Deutschen unterdurchschnittlich stark. Längere Arbeitszeiten vor Ort und Aufenthalte über drei Tage hinaus, unbekannte Sprachen und der Verzicht auf gesundes Essen oder das gewohnte Fitness-Programm machen ihnen weniger aus als Reisenden anderer Nationalitäten.


Die Studie zeigt auch, dass Geschäftsreisende je nach Alter, Geschlecht, Nationalität und Position den durch das Reisen verursachten Stress unterschiedlich wahrnehmen:

Der Reise-Stress nimmt mit zunehmenden Alter und steigender Reisehäufigkeit zu. Frauen empfinden den Stress auf Geschäftsreisen stärker als Männer. Die Konfrontation mit einer unbekannten Fremdsprache verursacht bei Nordamerikanern mehr Stress als bei Geschäftsreisenden aus anderen Ländern. Vorstände empfinden höheren Reise-Stress als Geschäftsreisende in anderen Positionen.

Grafik: Carlson Wagonlit Travel











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